schönes gratis 16: vom topfenkäse - dialekte & regionale eigenheiten
ich hab schlicht und ergreifend große freude daran, mir unterschiedliche dialekte und ihre eigentümlichkeiten anzuhören und zu vergleichen. damit geht für mich auch eine gewisse faszination für regionale eigenheiten aus anderen bereichen einher. manches finde ich sehr eigenartig, wie etwa den oberö "hümmmmmi" (himmel), der einer derzeit dauernd aus dem werbefernsehen entgegenschallt, das meiste aber total entzückend.
der aktuelle anlass - klein, aber fein - für diesen beitrag ist der "topfenkäse", den meine aus dem mostviertel (niederö) stammende ex-liebsteste letzthin für mich zubereitet hat. nun hab ich dieses wort schon öfter aus ihrem wunderschön gepflegtes hochdeutsch sprechenden mund vernommen und es bislang für eine ex-liebstesten-familieninterne bezeichnung für eine pikante topfensauce oder einen topfenaufstrich - ach ja, topfen ist österr. für quark - gehalten. weit gefehlt!
frau meisterköchin (nicht ironisch gemeint!) bat mich nämlich, "topfenkäse" zu googeln, da sie sich über das ideale mischverhältnis von topfen und joghurt im unklaren war. das ist übrigens ein sinnloses unterfangen, da offenbar jedeR dieses gericht komplett anders macht. jedenfalls war der erste link, auf den ich gestoßen bin, dieser hier, aus dem hervorgeht, dass topfenkäse offenbar eine nö spezialität ist, deren bekanntheit exakt an den wiener grenzen halt macht, wie die karte zeigt: wien ist der weiße klecks in der blauen fläche (nö). wohl machen wir wienerinnen auch allerlei saucen und aufstriche, indem wir topfen mit anderen milchprodukten abrühren und irgendwie würzen - das macht mensch sicher überall -, aber wir haben keinen namen dafür und obwohl ich en stadtrandkind bin, ist mir das wort völlig fremd.
was mich besonders entzückt, ist die auf dieser website vorgeschlagene aussprache "dopfakas", v.a. das a nach dem pf ist für eine wienerin sehr lustig und typisch "gschert". ex-liebsteste bestätigte die aussprachevariante mit muttersprachlicher kompetenz, indem sie meinte: "ja, unbedingt. mit weichem d, a und einem ordentlichen pf".
und ich ergänze nach gehör, um das klangbild abzurunden: das o ist auch noch lang (wie in "ofen").
der aktuelle anlass - klein, aber fein - für diesen beitrag ist der "topfenkäse", den meine aus dem mostviertel (niederö) stammende ex-liebsteste letzthin für mich zubereitet hat. nun hab ich dieses wort schon öfter aus ihrem wunderschön gepflegtes hochdeutsch sprechenden mund vernommen und es bislang für eine ex-liebstesten-familieninterne bezeichnung für eine pikante topfensauce oder einen topfenaufstrich - ach ja, topfen ist österr. für quark - gehalten. weit gefehlt!
frau meisterköchin (nicht ironisch gemeint!) bat mich nämlich, "topfenkäse" zu googeln, da sie sich über das ideale mischverhältnis von topfen und joghurt im unklaren war. das ist übrigens ein sinnloses unterfangen, da offenbar jedeR dieses gericht komplett anders macht. jedenfalls war der erste link, auf den ich gestoßen bin, dieser hier, aus dem hervorgeht, dass topfenkäse offenbar eine nö spezialität ist, deren bekanntheit exakt an den wiener grenzen halt macht, wie die karte zeigt: wien ist der weiße klecks in der blauen fläche (nö). wohl machen wir wienerinnen auch allerlei saucen und aufstriche, indem wir topfen mit anderen milchprodukten abrühren und irgendwie würzen - das macht mensch sicher überall -, aber wir haben keinen namen dafür und obwohl ich en stadtrandkind bin, ist mir das wort völlig fremd.
was mich besonders entzückt, ist die auf dieser website vorgeschlagene aussprache "dopfakas", v.a. das a nach dem pf ist für eine wienerin sehr lustig und typisch "gschert". ex-liebsteste bestätigte die aussprachevariante mit muttersprachlicher kompetenz, indem sie meinte: "ja, unbedingt. mit weichem d, a und einem ordentlichen pf".
und ich ergänze nach gehör, um das klangbild abzurunden: das o ist auch noch lang (wie in "ofen").
queerbeet - 19. Nov, 16:29
Das nennt sich dann "Kochkäs" und ist eine glibberige regionale Spezialität.