das jahr der willendorferin
das naturhistorische museum hat das "venusjahr" ausgerufen, weil die dort residierende venus von willendorf vor 100 jahren gefunden wurde, und ihr eine nicht besonders geschmackvoll (s. fotos), aber intensiv beworbene ausstellung gewidmet.
selbige besteht aus drei teilen. im ersten sind neben der willendorferin selber die noch um 7000 jahre ältere frauenfigur venus oder "fanny" vom galgenberg sowie die venus von dolní věstonice und die venus von moravany zu betrachten. ich persönlich fand alle vier sehr eindrucksvoll und bezaubernd anzusehen.
weiters gibt es noch die venus II von willendorf zu sehen, bei der aber viel fantasie nötig ist, um in dem stein eine frauenfigur zu sehen.
im dritten teil wurden die felszeichnung in höhlen wie altamira, lascaux u.a. nachgebildet und wirklich sehr nett in "höhlenatmosphäre" präsentiert.
der schwachpunkt der schau ist der zweite teil über die steinzeit allgemein, der abgesehen von ein paar nett, wenn auch unbequem anzusehenden filmen allerlei objekte aus der hauseigenen sammlung im klassischer nhm-ästhetik, also sehr wissenschaftlich ohne wesentlich erläuterungen in uralt-vitrinen präsentiert.
dennoch: unbedingt anschauen! die vier veneres allein lohnen den besuch.
queerbeet - 22. Sep, 18:58
haltung der venus
ich persönlich finde diese haltung sehr angenehm, sie ist oft meine einschlafhaltung. um diese haltung einnehmen zu können braucht frau allerdings große brüste, was ich nicht sehr angenehm finde. naja, kein "schaden" ohne einen nutzen*fg*
rituelle körperhaltungen gab und gibt es überall aufder welt, diese haltungen führen oftmals zu ekstatischen erlebnissen, zum religiösen erleben. viele von uns nehmen haltungen einm ohne es zu wissen, einfach weil es angenehm ist, oder entspannend, oder hilft sich zu konzentrieren.
wenn es interessiert: Felicitas D. Goodman, Trance - der alte Weg zum religiösen Erleben, verlag: Gütersloher Taschenbuch